Gesundheit

Für chronisch kranke Menschen sind moderne Arzneimittel zweifelsohne ein Segen. Und auch im normalen Alltag ist es unvorstellbar, wie plötzlich auftretende Beschwerden kuriert werden sollen, wenn nicht mit Medikamenten.

Ob Schmerzmittel, Psychopharmaka, Antiallergika, Antibiotika, Sedativa oder Impfungen – ein Leben ohne Arzneimittel ist kaum mehr vorstellbar. Das, was früher Kräuterhexen, Schamanen oder mystische Heiler in geheimnisvollen Mixturen zusammenbrauten, wird heute in den Laboratorien der großen Pharmaunternehmen hergestellt.

Bestanden die Arzneimittel früher aus pflanzlichen oder tierischen Inhaltsstoffen, sind heute vor allem synthetisch hergestellte Stoffe von Bedeutung. Arzneimittel enthalten nicht nur den eigentlichen Wirkstoff, sondern auch diverse Hilfsstoffe und wie so oft gilt: Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Das belegt nicht zuletzt ein Blick in die handelsüblichen Beipackzettel.

Schon die alten Ägypter und Griechen arbeiteten Aufzeichnungen zufolge mit Arzneien und im Mittelalter und der Neuzeit taten sich vor allem Hildegard von Bingen oder Paracelsus durch ihre richtungsweisende Arbeit hervor. Doch erst im 19. Jahrhundert wurde damit begonnen, die Arzneimittel industriell herzustellen und somit die Lebensqualität und die Lebenserwartung der Menschen deutlich zu verbessern.

Krankheiten verhindern – Arzneimittel mit vorbeugender Wirkung

Arzneimittel helfen nicht nur dabei, die Gesundheit wiederherzustellen. Sie wirken auch prophylaktisch und sind – beispielsweise in Form diverser Schutzimpfungen – nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Schon Säuglinge erhalten wenige Wochen nach der Geburt mit der Impfung gegen Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Hepatitis B oder Kinderlähmung einen unverzichtbaren Schutz. Dieser Impfschutz hält nicht dauerhaft, sondern muss im Lauf des Lebens mehrmals aufgefrischt werden. Geht es um den Impfschutz, sind die Kinder klar im Vorteil, denn viele Erwachsene zeichnen sich bedauerlicherweise durch eine ausgesprochene Impfmüdigkeit aus.

Der Griff zur Tablette – Fluch oder Segen?

Für chronisch kranke Menschen sind moderne Arzneimittel zweifelsohne ein Segen. Und auch im normalen Alltag ist es unvorstellbar, wie plötzlich auftretende Beschwerden kuriert werden sollen, wenn nicht mit Medikamenten. Wer einmal mangels Fieberzäpfchen versucht hat, das Fieber mit Wadenwickeln zu senken oder die bohrenden Kopfschmerzen nicht mit einer Tablette bekämpfen konnte, kann ein Lied davon singen. Gleichwohl reizt der schnelle Griff zur Tablette, die Eigenverantwortung abzugeben. Für fast alles gibt es eine Arznei und da fällt es natürlich schwer, vorausschauend zu handeln. Warum die Ernährung umzustellen oder sich ein wenig mehr zu bewegen, wenn das Problem auch medikamentös behandelt werden kann? Nichts desto trotz sind die modernen Arzneimittel – vernünftig angewandt – ein Segen und ein Leben ohne sie einfach undenkbar.